Pflegehilfsmittel 42 € — die monatliche Leistung der Pflegekasse
Pflegehilfsmittel im Wert von 42 € pro Monat sind der gesetzliche Anspruch für jeden Pflegebedürftigen mit anerkanntem Pflegegrad. Hier erklären wir, was das genau abdeckt und wo die Grenzen liegen.
Jannik
Gründer · Redaktion · Technik

monatlicher Anspruch — Pflegehilfsmittel zum Verbrauch
alle Pflegegrade, einheitlicher Anspruch
Produktgruppe im Hilfsmittelverzeichnis
Was ist mit den 42 € abgedeckt?
Die 42 € decken Pflegehilfsmittel zum Verbrauch — also Einwegprodukte und einige wiederverwendbare Bettschutzeinlagen.
- Einmalhandschuhe (alle Größen)
- Bettschutzeinlagen — Einmal & wiederverwendbar
- Desinfektionsmittel (Hände + Flächen)
- Mundschutz, Fingerlinge, Schutzschürzen
- Einmallätzchen
Was die 42 € NICHT abdecken
- Technische Pflegehilfsmittel — Pflegebett, Rollstuhl: über separaten Antrag, 10 % Zuzahlung
- Hausnotruf — eigener Topf, 25,50 € pro Monat
- Inkontinenzwindeln (Pants) — Krankenversicherung § 33
- Wundauflagen — Hausarzt-Rezept, Krankenversicherung
- Hauspflegekräfte — Pflegegeld oder Sachleistung, nicht § 40
Wie du die 42 € optimal nutzt
- Individuelle Box-Zusammenstellung bei modernen Anbietern wählen
- Tatsächlichen Verbrauch 2 Wochen beobachten, dann konfigurieren
- Lieferintervall anpassen, wenn 42 € deinen Bedarf nicht voll abdecken
- Ergänzungen über Entlastungsbetrag (131 €/Monat) bei anerkannten Anbietern
Häufige Fragen
Bekomme ich die 42 € auch wenn ich keine Box bestelle?
Nein — die 42 € sind Sachleistung, kein Geld. Du musst sie über einen Pflegebox-Anbieter abrechnen lassen. Alternative — Selbstbeschaffung mit Quittungen einreichen, dann gibt's Erstattung bis 42 €/Monat.
Reichen 42 € bei intensiver Pflege?
Bei PG 1–2 meist ja, bei PG 3+ oft nicht. Tipp — bei höherem Verbrauch zusätzlich aus dem Entlastungsbetrag (131 €/Monat) bei anerkannten Anbietern Pflegeprodukte beziehen, oder selbst zukaufen über Apotheke/Drogerie.
Wer kontrolliert die 42-€-Abrechnung?
Die Pflegekasse. Sie sieht alle Abrechnungen der Anbieter und prüft stichprobenartig. Tatsächliche Missbrauchsfälle sind selten.