Pflegebox-Inhalt — was steckt drin, was sollte drin sein?
Eine gute Pflegebox enthält die Verbrauchshilfsmittel, die im Alltag wirklich gebraucht werden — keine Füllmaterialien, keine Werbegeschenke. Wir zeigen, was rein muss und was du individuell konfigurieren kannst.
Jannik
Gründer · Redaktion · Technik
fallen unter Produktgruppe 54 + 51 — alle erstattungsfähig
Budget pro Monat — individuell innerhalb dieser Grenze
Testpunkte fürs Sortiment — Sanubi & Hygibox erreichen das Maximum
Was gehört in jede Pflegebox?
Die Pflegekasse erstattet alle Produkte aus der Produktgruppe 54 (Verbrauch) und ergänzend die wiederverwendbaren Bettschutzeinlagen aus Produktgruppe 51.
- Saugende Bettschutzeinlagen (Einmal) — die häufigste Position, mehrere Größen
- Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen (PG51) — bis 4 Stück gleichzeitig in Rotation
- Einmalhandschuhe — Latex- oder Nitril, Größen S–XL
- Fingerlinge — für punktuelle Augen-, Mund- oder Salbenpflege (nicht bei allen Anbietern)
- Mundschutz medizinisch — situativ bei Erkältung, Wundversorgung oder engem Kontakt; FFP2 im Sortiment prüfen
- Schutzschürzen & Einmallätzchen — für Körperpflege, Wechseln und Essen-Assistenz
- Desinfektionsmittel & -tücher — für Hände und Flächen
Was sollte NICHT drin sein
Manche Anbieter füllen die Box mit Produkten, die du eigentlich nicht brauchst — oder die gar nicht erstattungsfähig sind.
- Hautcreme — kein Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach § 40
- Kosmetik — gehört nicht in die Pflegebox
- Wundauflagen — sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V, separates Rezept
- Inkontinenzwindeln (große Pants) — auch § 33 SGB V, separates Rezept
- Werbematerial der Pflegekasse — eigentlich okay, aber nicht in der 42-€-Abrechnung
Individuelle Zusammenstellung — das geht
Moderne Anbieter erlauben dir, im Online-Portal die Box individuell zusammenzustellen — bis 42 € Wert.
- Pro Produkt Menge wählen (z.B. 2 Pack Handschuhe statt 1)
- Größenoptionen — Handschuhe S/M/L, Bettschutzeinlagen 60×60 / 60×90
- Markenvorlieben festlegen (manche Anbieter)
- Lieferintervall anpassen — monatlich, 2- oder 3-monatlich
Häufige Fragen
Wer entscheidet, was in die Box kommt?
Bei Standardboxen — der Anbieter, basierend auf typischem Pflegealltag. Bei individueller Konfiguration — du selbst, im Online-Portal des Anbieters. Voraussetzung — der Anbieter unterstützt individuelle Zusammenstellung (z.B. Sanus-Plus, Sanubi).
Kann ich Produkte nachträglich tauschen?
Bei den meisten modernen Anbietern ja — im Kundenportal kannst du für die nächste Lieferung Anpassungen vornehmen. Bei klassischen Anbietern (Curabox, Malteser) musst du anrufen.
Welche Inhalts-Qualität ist üblich?
Marken- oder Markenähnliche Produkte. Die Pflegekasse zahlt 42 € — davon können Anbieter solide Ware beschaffen, kein Billigware-Sortiment. Bei Zweifeln — Datenblatt oder Hersteller online prüfen.