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Ratgeber · Pflege

Designsystem-Demo: So sollen unsere Ratgeber aussehen

Diese Seite zeigt alle Bausteine, die wir für unsere Ratgeber verwenden – vom Hero über Kennzahlen-Boxen bis zu Hinweis-Elementen. Sie dient als verbindliche Design-Referenz für alle neuen und überarbeiteten Beiträge auf pflegehilfsmittel-vergleich.com.

Pflegebedürftige Person mit Pflegerin

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Pflegefall auf einen Blick

5 Pflegegrade

Die Einstufung reicht von Pflegegrad 1 (leichte Beeinträchtigung) bis Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen).

347 – 990 €

Monatliches Pflegegeld je nach Pflegegrad (Stand 2025) bei häuslicher Pflege durch Angehörige.

42 € + 125 €

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (§ 40 SGB XI) plus Entlastungsbetrag – monatlich, kostenfrei, zweckgebunden.

Was bedeutet „Pflegefall“?

Der Begriff „Pflegefall“ ist umgangssprachlich. Rechtlich maßgeblich ist die Pflegebedürftigkeit nach § 14 SGB XI. Pflegebedürftig ist, wer gesundheitlich bedingt in seiner Selbstständigkeit so beeinträchtigt ist, dass er auf Hilfe Dritter angewiesen ist – voraussichtlich für mindestens sechs Monate.

Wie umfangreich diese Hilfe benötigt wird, legt der Pflegegrad fest. Es gibt fünf Pflegegrade. Je höher der Pflegegrad, desto umfassender die Leistungen der Pflegekasse.


Wer entscheidet über den Pflegegrad?

Die Einstufung erfolgt durch den Medizinischen Dienst (MD), bei privat Versicherten durch Medicproof. Ein Gutachter begutachtet die betroffene Person im häuslichen Umfeld und bewertet sechs Lebensbereiche nach einem Punktesystem.

Aus den gewichteten Punkten ergibt sich der Pflegegrad – von Pflegegrad 1 (12,5 bis unter 27 Punkte) bis Pflegegrad 5 (90 bis 100 Punkte).

Begutachtung durch den Medizinischen Dienst

Betroffene in Deutschland — Frauen und Männer aller Altersgruppen leben mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. (Quelle: Patientenbeauftragter der Bundesregierung)

aller Frauen ab 40 sind betroffen — damit liegt Inkontinenz noch vor Bluthochdruck und Depression. (AWMF-Leitlinie)

suchen ärztliche Hilfe — die Deutsche Kontinenz Gesellschaft schätzt, dass über 60 % der Betroffenen aus Scham keinen Arzt aufsuchen.

Die vier wichtigsten Leistungen

Neben dem Pflegegeld gibt es weitere Leistungen der Pflegekasse, die oft übersehen werden. Diese vier sollten Sie kennen:

Pflegegeld

Bei Pflege durch Angehörige. 347 € bis 990 € monatlich, nicht zweckgebunden, frei verwendbar.

Pflegesachleistung

Bei ambulantem Pflegedienst. Höchstbetrag je nach Pflegegrad, Abrechnung direkt mit der Pflegekasse.

Entlastungsbetrag

125 € pro Monat ab Pflegegrad 1 für anerkannte Betreuungs- und Entlastungsangebote.

Pflegehilfsmittel

42 € pro Monat für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel nach § 40 SGB XI – komplett kostenfrei.

Gut zu wissen

Leistungen werden ab Antragstellung gewährt

Der Leistungsbeginn richtet sich nach dem Datum der Antragstellung – nicht nach dem tatsächlichen Eintritt der Pflegebedürftigkeit. Stellen Sie den Antrag deshalb frühzeitig, notfalls formlos per Telefon oder E-Mail. Die Pflegekasse muss innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden. Verstreicht diese Frist, stehen Ihnen 70 € Entschädigung pro begonnener Woche zu (§ 18 Abs. 3b SGB XI).

Pflegegeld 2025 im Überblick

Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem festgestellten Pflegegrad. Seit dem 1. Januar 2025 gelten folgende monatliche Beträge:

PflegegradPflegegeld pro MonatPflegehilfsmittel
Pflegegrad 1kein Anspruch42 €
Pflegegrad 2347 €42 €
Pflegegrad 3599 €42 €
Pflegegrad 4800 €42 €
Pflegegrad 5990 €42 €
Monatliche Leistungen der Pflegekasse, Stand 2025.

Stimmen aus der Praxis

„Den entscheidenden Unterschied machten die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. 42 € im Monat klingt wenig – aber über ein Jahr sind das 500 € an Handschuhen, Desinfektion und Bettschutz, die wir sonst selbst hätten zahlen müssen.“

Claudia R., pflegt ihre Mutter (Pflegegrad 3) seit zwei Jahren zu Hause

Häufige Fragen

Muss ich für die Begutachtung etwas bezahlen?

Nein. Die Begutachtung zur Feststellung des Pflegegrades ist für Versicherte kostenfrei – die Kosten trägt die Pflegekasse.

Was passiert, wenn der Pflegegrad zu niedrig eingestuft wird?

Sie können innerhalb eines Monats nach Zustellung des Bescheids Widerspruch einlegen. Fordern Sie zuvor das vollständige Gutachten an – kostenfrei per formloser Anfrage – und gleichen Sie es mit Ihrer Alltagsbeobachtung ab.