Tabelle Pflegegeld: monatliches Pflegegeld 2024
Pflegegrad | Pflegegeld |
---|---|
Pflegegrad 1 | Beratungsanspruch halbjährig |
Pflegegrad 2 | 332,00 € |
Pflegegrad 3 | 573,00 € |
Pflegegrad 4 | 765,00 € |
Pflegegrad 5 | 947,00 € |
Was ist Pflegegeld?
Wenn eine Person pflegebedürftig ist, hat sie in Deutschland Anspruch auf Pflegeleistungen. Wenn der Betroffene in erster Linie keine Unterstützung eines Pflegedienstes oder eines Pflegeheims annimmt, sondern von einem nichtprofessionellen Pflegenden zu Hause umsorgt wird, bekommt er diesen. Dies liegt gesetzlich in § 37 SGB XI.
Wer bekommt das Pflegegeld?
Das Pflegegeld wird von der Pflegekasse direkt an die pflegebedürftige Person gezahlt, nicht an die Person, die die Pflege für die pflegebedürftige Person erbringt. Bei Genehmigung wird das Pflegegeld rückwirkend von den Pflegekassen mit der ersten Überweisung ab dem Tag der Antragstellung im Vormonat gezahlt, falls zutreffend.
Alternativen zum Pflegegeld
Zwei weitere Arten der Pflege sind neben der häuslichen Betreuung durch Angehörige oder Ehrenamtler zu wählen: entweder in einem Pflegeheim (vollstationäre Pflege) oder zu Hause durch einen professionellen Pflegedienst (Ambulanzpflege). Unabhängig davon, welche Option der Betroffene auswählt: Die Pflegeversicherung gewährt ihm/ihr finanzielle Unterstützung. Nur das Geld für die Leistung, die ebenfalls ausgewählt wurde, wird ausgezahlt. Diejenigen, die beispielsweise vollstationär betreut werden, haben nicht mehr Anspruch auf das Pflegegeld. Es ist jedoch möglich, die Pflege von Angehörigen mit der ambulanten Pflege eines Pflegedienstes zu kombinieren. Dem Begünstigten von Pflegegeld stehen außerdem einige weitere Leistungen zur Verfügung. Dazu noch weiter unten.
Bedingungen und Vorraussetzungen
Menschen, deren Selbstständigkeit so stark eingeschränkt ist, dass sie einen Pflegegrad 2 oder höher haben, erhalten Pflegegeld. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) besucht den/die Betroffene(n) zu Hause und überprüft dort die Pflegebedürftigkeit. Dies ist der Grund dafür. Für diesen Zweck werden die sechs Bewertungsmodule des New Assessment Assessment (NBA) verwendet.
So können Sie kein direktes Pflegegeld beantragen. Bei der (an die Krankenkasse angeschlossenen) Pflegekasse haben Sie jedoch die Möglichkeit, einen Pflegegradtest für Sie (bzw. den Betroffenen) zu beantragen. Dann bestimmen die Gutachter, welche Pflegestufe in Frage kommt. Der Anspruch auf Pflegegeld (mit Pflegegrad 2 oder höher) besteht, wenn die Punktzahl mindestens 27 Punkte beträgt.
Für den Betroffenen müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
- Es muss eine häusliche Betreuung sein.
- Für die Pflege ist ein Angehöriger oder ein Ehrenamtler kostenlos zuständig.
- Die Betreuung muss auf angemessene Weise und in einer angemessenen Umgebung stattfinden.
Zusätzliche Leistungen des Pflegegeldes: Ab Juli 2025 geminsamer Jahresbetrag
Im Zuge des Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetzes (PUEG) von 2023 werden die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege miteinander verglichen. Das Ziel besteht darin, die Vorschriften zu vereinfachen und Hindernisse zu beseitigen. Zum 1. Juli 2025 wird insbesondere ein neuer Absatz § 42a SGB XI wirksam. Die neuen Vorschriften gelten bereits seit dem 1. Januar 2024 für Pflegebedürftige, die 25 Jahre oder jünger sind und einen Pflegegrad von 4 oder 5 haben. HIER finden Sie Details dazu.)
Weitere Leistungen zum Pflegegeld:
Entlastungsbetrag
Außerdem erhalten alle Personen, die Anspruch auf Pflegegeld haben, einen Entlastungsbeitrag von 125 Euro. Unterstützungs- und Entlastungsleistungen wie Putz- und Haushaltshilfen, Alltagsbegleiter (z. B. für Einkäufe) oder Betreuungsgruppen zur Förderung der körperlichen oder geistigen Aktivität können damit unterstützt werden.
Pflegehilfsmittel
Pflegehilfsmittel (der Pflegeversicherung) und medizinische Hilfsmittel (der Krankenversicherung) sind ebenfalls für alle verfügbar, die Pflegegeld bekommen. Hilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog aufgeführt sind, sind neben der monatlichen Pauschale für Pflegehilfsmittel (also für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel) in Höhe von 40 Euro ebenfalls erhältlich.
Beratung- und Pflegekurse
Jeder Betroffene hat die Möglichkeit, sich ohne Kosten beraten zu lassen, etwa zur Optimierung der Versorgung. Die Dienstleistungen beinhalten auch regelmäßige Beratung durch Pflegekräfte. Außerdem gibt es kostenlose Pflegekurse für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen. Diese Kurse haben auch den Zweck, zwischen den Mitgliedern Verbindungen aufzubauen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Zuschuss für Wohnraumanpassung
Ein einmaliger Zuschuss von bis zu 4.000 Euro kann verwendet werden, um die Wohnung den Anforderungen des Versicherten anzupassen (z. B. im Bad oder für einen Treppenlift). Ein solcher Zuschuss ist auch für die Einrichtung einer Wohngruppe oder Senioren-WG für jeden Bewohner verfügbar. Hier ist außerdem ein einmaliger Gründungszuschuss von 2.500 Euro pro Einwohner vorgesehen. Außerdem werden für die Anstellung einer Organisationskraft monatlich 214 Euro gezahlt.
Was verändert wird:
- Der gemeinsame Jahresbetrag für die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege wird ab dem 1. Juli 2025 3.539 Euro betragen. Pflegebedürftige haben die Möglichkeit, den gesamten Kalenderleistungsbetrag für beide Pflegeformen flexibel zu verwenden. Daher werden die vorherigen Übergangsregelungen ab Juli 2025 aufgehoben.
- Der Pflegegrad 2 bleibt weiterhin die Mindestvoraussetzung.
- Beide Pflegeformen haben jetzt eine Höchstdauer von acht Wochen (im Jahr). Der Zeitraum der häufigen Fortzahlung des Pflegegelds ist ebenfalls zu berücksichtigen. Daher stehen nun Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zur Verfügung.
- In der Verhinderungspflege wird die sechsmonatige Vorpflegezeit nicht mehr benötigt. So kann ab dem 1. Juli 2025 auch eine vorübergehende Verhinderungspflege durchgeführt werden.
- Das Bundesgesundheitsministerium erklärt: „Begleitet wird dies durch Informations- und Transparenzregelungen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, jederzeit im Blick zu behalten, in welcher Höhe Leistungen über den Gemeinsamen Jahresbetrag abgerechnet werden, ohne dass sie diese Informationen gesondert anfordern müssen.“ „Dies ermöglicht es den Pflegebedürftigen und ihren Pflegepersonen, das Leistungsrecht und den Leistungsbezug besser nachvollziehbar zu machen.“
Sie suchen nach Informationen zum Pflegegeld 2024/2025? Dieser Artikel bietet Ihnen eine umfassende und aktuelle Übersicht über die Leistungen der Pflegeversicherung, die finanzielle Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige bietet. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen, um sich im Dschungel der Pflegeleistungen zurechtzufinden und die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Wir erklären die aktuellen Sätze, geben einen Ausblick auf mögliche Änderungen und zeigen Ihnen, wie Sie das Pflegegeld optimal nutzen können.
Was ist Pflegegeld und wer hat Anspruch?
Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung der Pflegeversicherung, die monatlich an pflegebedürftige Personen ausgezahlt wird, die zu Hause von Angehörigen, Freunden oder Bekannten gepflegt werden. Es dient dazu, die häusliche Pflege zu unterstützen und die damit verbundenen Kosten zu decken. Das Pflegegeld ist nicht zweckgebunden, das heißt, es kann flexibel für die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingesetzt werden, beispielsweise für zusätzliche Betreuungsangebote, spezielle Ernährung oder die Anschaffung von Hilfsmitteln.
Anspruch auf Pflegegeld haben Personen, die in Deutschland leben, einen anerkannten Pflegegrad (2 bis 5) haben und zu Hause gepflegt werden. Die Feststellung des Pflegegrads erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder andere zugelassene Gutachter, oft im Rahmen eines Hausbesuchs. Der Pflegegrad wird anhand des individuellen Pflegebedarfs ermittelt. Je höher der Pflegegrad, desto höher das Pflegegeld. Wichtig ist auch, dass die Pflege im häuslichen Umfeld stattfindet. Bei vollstationärer Pflege in einem Pflegeheim entfällt der Anspruch auf Pflegegeld.
Pflegegeld 2024/2025 Tabelle: Aktuelle Übersicht
Pflegegrad | Pflegegeld ab 01.01.2024 (monatlich) | Pflegegeld ab 01.01.2025 (monatlich, voraussichtlich) |
---|---|---|
1 | 0,00 € (kein Anspruch auf Pflegegeld, sondern auf Leistungen der Pflegeversicherung wie z.B. Beratung) | 0,00 € (kein Anspruch auf Pflegegeld) |
2 | 332,00 € | 344,00 € (voraussichtlich) |
3 | 572,00 € | 593,00 € (voraussichtlich) |
4 | 764,00 € | 791,00 € (voraussichtlich) |
5 | 946,00 € | 979,00 € (voraussichtlich) |
Wichtiger Hinweis: Die Beträge für 2025 sind vorläufige Schätzungen und können sich aufgrund gesetzlicher Änderungen noch anpassen. Informieren Sie sich daher regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und offizielle Bekanntmachungen der Pflegekassen. Die Tabelle dient lediglich zur Orientierung. Wir werden diese Seite regelmäßig aktualisieren, sobald es neue Informationen gibt. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben!
Zusätzliche Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick
Neben dem Pflegegeld gibt es eine Reihe weiterer Leistungen, die die Pflegeversicherung zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bietet. Diese Leistungen können sowohl finanzieller Natur sein als auch praktische Unterstützung im Alltag bieten. Die Kombination verschiedener Leistungen kann die Pflegesituation erheblich verbessern.
- Pflegesachleistungen: Finanzierung von Leistungen durch ambulante Pflegedienste.
- Teilstationäre Pflege: Leistungen der Tages- und Nachtpflege.
- Vollstationäre Pflege: Finanzierung der Pflege in Pflegeheimen.
- Kurzzeitpflege: Leistungen bei vorübergehender Pflegebedürftigkeit, z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt.
- Verhinderungspflege: Finanzielle Unterstützung, wenn die private Pflegeperson durch Urlaub oder Krankheit ausfällt.
- Zuschüsse zur Wohnungsanpassung: Finanzielle Unterstützung für Maßnahmen, die die häusliche Pflege erleichtern, beispielsweise der Einbau einer barrierefreien Dusche oder der Abbau von Schwellen.
- Pflegehilfsmittel und technische Hilfen: Kostenübernahme für notwendige Hilfsmittel wie Rollatoren, Pflegebetten etc.
- Entlastungsbetrag: Monatlicher Betrag von 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen.
Wie Sie Pflegegeld beantragen
Der Antrag auf Pflegegeld wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt. Diese ist in der Regel bei der Krankenkasse angesiedelt. Der Antrag kann formlos schriftlich oder telefonisch gestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, den Antrag schriftlich zu stellen, um einen Nachweis zu haben. Sie können oftmals ein Antragsformular direkt von der Webseite der Pflegekasse herunterladen.
- Den Personalausweis der pflegebedürftigen Person
- Ärztliche Unterlagen, die den Gesundheitszustand dokumentieren (z.B. Arztbriefe, Krankenhausberichte)
- Ggf. weitere relevante Dokumente (z.B. Schwerbehindertenausweis)
- Eine Beschreibung der aktuellen Pflegesituation und des Hilfebedarfs
Nach Eingang des Antrags beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder einen anderen Gutachter, den Pflegegrad festzustellen. Der Gutachter kontaktiert Sie, um einen Termin für eine Begutachtung zu vereinbaren. Die Begutachtung findet in der Regel im häuslichen Umfeld der pflegebedürftigen Person statt. Der Gutachter ermittelt anhand eines standardisierten Fragebogens den Pflegebedarf und schlägt der Pflegekasse einen Pflegegrad vor.
Wichtige Tipps und Hinweise
- Stellen Sie den Antrag so früh wie möglich, um finanzielle Nachteile zu vermeiden. Pflegegeld wird in der Regel ab dem Monat der Antragstellung gewährt.
- Bereiten Sie sich gut auf die Begutachtung durch den MDK vor. Führen Sie ein Pflegetagebuch, in dem Sie alle pflegerischen Tätigkeiten und den zeitlichen Aufwand dokumentieren.
- Bewahren Sie alle wichtigen Dokumente und Unterlagen sorgfältig auf.
- Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Gesetzesänderungen, die sich auf die Pflegeleistungen auswirken können.
- Nutzen Sie die Beratungsangebote der Pflegekassen und Pflegeberatungsstellen. Diese bieten wertvolle Unterstützung und Informationen.
- Prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf weitere Leistungen der Pflegeversicherung haben, wie z.B. Pflegesachleistungen oder Zuschüsse zur Wohnungsanpassung.
- Beachten Sie, dass das Pflegegeld bei einem Krankenhausaufenthalt oder einer stationären Rehabilitation unter Umständen gekürzt oder eingestellt wird.
Pflegeboxen und weitere Unterstützung
Neben der finanziellen Unterstützung durch das Pflegegeld gibt es noch weitere Möglichkeiten, die häusliche Pflege zu erleichtern. Pflegeboxen, die speziell auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen zugeschnitten sind, können eine wertvolle Ergänzung sein. Diese Boxen enthalten oft praktische Pflegehilfsmittel wie Inkontinenzmaterialien, Desinfektionsmittel oder Hautpflegeprodukte. Sie sparen Zeit und Aufwand bei der Beschaffung der benötigten Artikel. Informieren Sie sich über verschiedene Anbieter und deren Angebote, um die passende Pflegebox für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden. Viele Pflegekassen bieten auch einen Zuschuss zu Pflegeboxen an. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kasse nach den Möglichkeiten.
Der Kombinationsanspruch: Eine wichtige Ergänzung zum Pflegegeld
Wussten Sie, dass Sie Pflegegeld und Pflegesachleistungen auch kombinieren können? Dieser sogenannte Kombinationsanspruch ermöglicht es Ihnen, sowohl die finanzielle Unterstützung durch das Pflegegeld zu nutzen als auch die professionelle Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen. Wenn die Pflegesachleistungen nicht vollständig ausgeschöpft werden, erhalten Sie ein anteiliges Pflegegeld. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, die Pflege optimal auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen und sowohl die Angehörigen zu entlasten als auch die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
Dieser Artikel bietet Ihnen einen ersten Überblick über das Pflegegeld 2024/2025 und die Leistungen der Pflegeversicherung. Für eine individuelle Beratung und detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse oder eine Pflegeberatungsstelle. Diese Experten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen Sie bei allen Fragen rund um die Pflege. Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – sie kann Ihnen und Ihren Angehörigen den Alltag erheblich erleichtern.